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Ein Glas durchscheinend rubinroter Spätburgunder neben Polentaschnitten mit Pilzen und Tomatenaufstrich

Spätburgunder zum Essen: Pilze, Polenta und Tomaten

Zum trockenen Spätburgunder schlagen wir gebratene Champignons auf Polentaschnitten vor, mit einer dünnen Schicht Tomatenaufstrich aus getrockneten Tomaten von Minnelea. Die gebräunten Pilze geben dem Teller ein herzhaftes Aroma, die Polenta bleibt mild. Den Aufstrich dosieren wir als Akzent, damit ein feiner Rotwein nicht unter dem Belag verschwindet.

Welcher Spätburgunder steht auf dem Tisch?

Spätburgunder und Pinot Noir bezeichnen dieselbe Rebsorte. Daraus entstehen jedoch sowohl leichte, frische als auch konzentrierte, im Holz ausgebaute Weine. Diese Seite gilt einem trockenen Rotwein, nicht einem Rosé oder einem süßen Stil. Ein heller Farbton im Glas sagt für sich genommen wenig darüber, wie kräftig der Wein schmeckt.

Bei einem leichteren Stil beginnen wir mit sanft gebräunten Pilzen und sehr wenig Aufstrich. Zu einem kräftigeren Wein kann die Portion etwas mehr Röstung vertragen. Gerbstoffe, Säure und Körper bleiben relevant: Viel salziger Käse oder eine süße Sauce macht eine tanninbetonte Flasche nicht automatisch weicher.

Pilz-Polenta für zwei vorbereiten

Für einen kleinen Teller pro Person rechnen Sie mit 80 g trockener Polenta, etwa 300 g Champignons und 20–30 g Tomatenaufstrich insgesamt. Die Flüssigkeitsmenge für die Polenta richtet sich nach Packungsangabe; die verschiedenen Mahlgrade brauchen unterschiedliche Mengen und Garzeiten.

Polenta garen, etwa 1–1,5 cm dick ausstreichen und fest werden lassen. In kleine Rechtecke schneiden und in wenig Öl auf beiden Seiten leicht bräunen. Pilze putzen, in nicht zu dünne Scheiben schneiden und portionsweise in einer heißen Pfanne braten. Eine überfüllte Pfanne lässt sie eher im eigenen Saft garen als rösten.

Auf jede warme Polentaschnitte wenig Aufstrich geben und Pilze darauflegen. Zum Schluss nach Bedarf Pfeffer und etwas Petersilie. Vor zusätzlichem Salz erst einen fertigen Bissen probieren. Brot statt Polenta ist eine schnelle Alternative, ergibt aber einen knusprigeren und möglicherweise salzigeren Snack.

Warum die Tomatenmenge hier wichtig ist

Getrocknete Tomaten bringen einen konzentrierten Belag in einen sonst recht ruhigen Bissen. Das kann neben einem fruchtbetonten Rotwein interessant sein. Wird die Auflage dick oder kommen weitere kräftige Zutaten hinzu, können Pilze und Wein in den Hintergrund geraten. Deshalb ist der Aufstrich hier Würzung, keine zweite Sauce.

Wein und Speise sollen nicht dieselben Aromen haben müssen. Röstaromen können eine Verbindung schaffen; Säure im Glas setzt einen Kontrast zur weichen Polenta. Wie angenehm das wirkt, hängt von der Flasche und dem tatsächlich zubereiteten Teller ab. Sehr viel Essig oder rohe Zwiebel wäre für diesen ersten Versuch unnötig.

Käse, Fleisch oder vegetarisch?

Die Kombination lässt sich ohne Fleisch servieren. Wenn Käse gewünscht ist, wenige milde Späne separat anbieten. Ein besonders gereifter Hartkäse verlangt eine eigene Portionierung; die Auswahl verschiedener Sorten behandelt die Anleitung zu Wein und Käse.

Schinken zusätzlich zu Aufstrich, Käse und Pilzen kann den Bissen sehr salzig machen. Für eine größere Auswahl lieber einen zweiten, anders belegten Teller danebenstellen. Weitere Snacks zum Wein finden Sie in unserer Übersicht. Für Zutaten, Allergene und Lagerung der Konserve gelten die aktuellen Etikettangaben.

Für eine cremigere Gemüsemahlzeit mit Weißwein finden Sie bei den Kürbis-Gnocchi zu Grauburgunder eine andere Kombination. Die kräftige Tomatenauflage dieser Polentaschnitten sollte dabei nicht unverändert übernommen werden.

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