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Penne mit Tomatensauce und Kräutern auf einem Teller

Bistro eröffnen: kleine Karte ohne große Küche

Kurz gesagt: Für ein kleines Bistro brauchen Sie Gewerbeanmeldung, Registrierung bei der Lebensmittelüberwachung, die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz und, sobald Sie Alkohol ausschenken, eine Gaststättenerlaubnis vom Ordnungsamt. Die Details unterscheiden sich je nach Bundesland. Eine kleine Karte ohne große Küche baut auf wenigen, gut haltbaren Komponenten auf: Antipasti-Teller, ein Pastagericht mit fertigem Sugo und Crostini. Das senkt Investition, Personalbedarf und Warenverlust.

Welche Voraussetzungen brauchen Sie, um ein Bistro zu eröffnen?

Ein Bistro ist rechtlich ein Gaststättenbetrieb: Sie geben Speisen und Getränke zum Verzehr vor Ort ab. Diese Punkte sollten Sie vor der Eröffnung erledigt haben. Allgemeine Gründungsthemen wie Businessplan, Rechtsform und Versicherungen finden Sie in unserem Leitfaden Café eröffnen: Kosten, Voraussetzungen und Checkliste; sie gelten für ein Bistro genauso.

ChecklisteStelleHinweis
GewerbeanmeldungGewerbeamtPflicht vor Beginn, auch wenn keine Erlaubnis nötig ist (§ 14 GewO).
GaststättenerlaubnisOrdnungsamtBei Alkoholausschank. Sie ist an Person, Räume und Betriebsart gebunden; eine Erweiterung oder Änderung der Räume ist ebenfalls erlaubnispflichtig (service.berlin.de).
Belehrung nach InfektionsschutzgesetzGesundheitsamtBescheinigung vor Arbeitsbeginn, nicht älter als drei Monate; danach alle zwei Jahre durch den Arbeitgeber (BayernPortal).
HygieneschulungBetriebFür alle, die mit leicht verderblichen Lebensmitteln arbeiten (§ 4 LMHV).
Registrierung als LebensmittelunternehmenLebensmittelüberwachungPflicht nach Art. 6 VO (EG) 852/2004; in Karlsruhe zum Beispiel kostenlos, „spätestens innerhalb von 4 Wochen“ (Stadt Karlsruhe).
Eigenkontrollen nach HACCPBetriebTemperaturen, Reinigung, Wareneingang dokumentieren (IHK Bremen und Bremerhaven).
AllergeninformationBetrieb14 Hauptallergene schriftlich bereithalten (§ 4 LMIDV).
Räume, Nutzung, AbluftBauaufsicht, LebensmittelüberwachungBei neuen Gastronomieflächen kann eine Nutzungsänderung nötig sein; die Bauaufsicht kann am Erlaubnisverfahren beteiligt sein (Bergische IHK).
KasseFinanzamtKassensystem mit technischer Sicherheitseinrichtung (KassenSichV).

Wann brauchen Sie für ein Bistro eine Schanklizenz?

Sobald Sie Bier, Wein oder andere alkoholische Getränke ausschenken. Für alkoholfreie Getränke und zubereitete Speisen ist nach der Berliner Verwaltung keine Erlaubnis nötig (service.berlin.de). Da ein Bistro ohne Wein selten funktioniert, planen Sie die Erlaubnis von Anfang an ein. Sie können sie erst beantragen, wenn Sie die Räume nachweisen können. Typische Unterlagen laut Berliner Verwaltung:

  • Führungszeugnis und Auszug aus dem Gewerbezentralregister, jeweils nicht älter als drei Monate
  • Nachweis der Gaststättenunterrichtung durch die IHK oder eine vergleichbare Qualifikation
  • Miet-, Pacht- oder Kaufvertrag für die Räume
  • Grundriss der Betriebs- und Gasträume
  • bei eingetragenen Firmen ein aktueller Handelsregisterauszug

Die Bearbeitung dauert in Berlin laut Behörde etwa drei bis fünf Wochen. Rechnen Sie diese Zeit in Ihren Eröffnungsplan ein.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den Bundesländern?

Seit der Föderalismusreform 2006 sind die Länder für das Gaststättenrecht zuständig. Mehrere Länder haben eigene Gaststättengesetze, andere wenden weiter das Bundesgesetz mit eigenen Verordnungen an (Übersicht der DIHK). Ein Beispiel für die Unterschiede: Im Land Bremen gilt das Bremische Gaststättengesetz, und die IHK-Unterrichtung ist dort nicht mehr notwendig (IHK Bremen und Bremerhaven). Ob Sie eine Erlaubnis, nur eine Anzeige oder eine Unterrichtung brauchen und welche Sperrzeiten gelten, ist je nach Bundesland unterschiedlich: Fragen Sie beim Gewerbe- oder Ordnungsamt Ihrer Stadt nach.

Was gilt in Österreich?

In Österreich ist das Gastgewerbe reglementiert: Für ein Bistro mit Wein und warmen Speisen brauchen Sie einen Befähigungsnachweis, also eine passende Ausbildung, Praxis oder die Befähigungsprüfung. Ohne Befähigungsnachweis geht nur das freie Gastgewerbe mit Speisen in einfacher Art, nichtalkoholischen Getränken und Bier in verschlossenen Gefäßen bei höchstens acht Plätzen (WKO Oberösterreich). Für ein klassisches Bistro reicht das meist nicht.

Was kostet es, ein kleines Bistro zu eröffnen?

Die größten Posten sind Räume, Umbau und Küchentechnik; einen seriösen Pauschalbetrag gibt es nicht, weil Miete und Zustand der Fläche alles bestimmen. Feste Größen gibt es nur bei einigen Behördengebühren:

KostenblockWas dazugehörtBekannte Gebühren
GaststättenerlaubnisAntrag beim OrdnungsamtBerlin: 100 bis 1.500 Euro je nach Aufwand (unbefristet) (service.berlin.de); andere Städte abweichend
NachweiseFührungszeugnis, Gewerbezentralregisterje 13 Euro (Stadt Stuttgart, Stadt Köln)
Belehrung, Unterrichtung, GewerbeanmeldungGesundheitsamt, IHK, Gewerbeamtje nach Stelle unterschiedlich, vorab erfragen
RäumeKaution, Miete bis zur Eröffnung, Umbau, Sanitär, ggf. Nutzungsänderungindividuell
TechnikKühlung, Spülmaschine, Kochfeld oder Nudelkocher, Schankanlage, Kasseindividuell
ErstausstattungGeschirr, Gläser, Möbel, Warenbestandindividuell
LaufendMiete, Personal, Energie, Wareneinsatz, Versicherungenindividuell

Mit einer kleinen Karte sparen Sie vor allem bei Technik und Personal: Wer nicht frittiert und keine Saucen ansetzt, braucht weniger Abluft, weniger Fläche und keine Vollzeit-Küchenkraft.

Wie baut man eine kleine Karte ohne große Küche?

Eine kleine Bistrokarte funktioniert mit sechs bis zehn Positionen, die sich Komponenten teilen. Kombinieren Sie haltbare Basisprodukte aus dem Glas mit einem frischen Element pro Teller: Rucola, Burrata, gutes Brot, Zitrone, Kräuter.

PositionHaltbare BasisFrisches ElementGerät
Antipasti-TellerAuberginen, Paprika, getrocknete Tomaten in ÖlKäse, BrotKühlung
Crostini oder BruschettaKürbiscreme, Paté aus getrockneten TomatenBrot, KräuterOfen oder Toaster
Pasta des TagesSugo aus dem GlasParmesan, BasilikumKochfeld, Nudelkocher
SalatGemüse in ÖlBlattsalat, BurrataKühlung
Käse mit KonfitüreFeigenkonfitüreKäseauswahlKühlung

Antipasti und kalte Teller

Antipasti in Öl sind die einfachste Basis für ein Bistro: Sie brauchen nur Kühlung, sehen auf dem Teller hochwertig aus und lassen sich in kleinen Mengen entnehmen. Achten Sie auf Qualität des Öls und Biss des Gemüses. Hintergründe zu Auswahl und Einsatz lesen Sie unter Antipasti im Glas für Feinkostläden und Bistros und Antipasti in Öl oder Essig.

Pasta mit fertigem Sugo

Ein Pastagericht macht aus einem Weinlokal ein Bistro. Mit einem guten Sugo aus dem Glas brauchen Sie nur ein Kochfeld oder einen Nudelkocher: Pasta kochen, Sugo in der Pfanne erwärmen, mit frischem Basilikum oder Parmesan abschließen. Welche Saucen sich eignen und wie Sie sie einsetzen, steht im Beitrag Tomatensauce im Glas in der Gastronomie. Ob für Ihr Kochfeld eine Abluftanlage verlangt wird, klären Sie mit Bauaufsicht und Lebensmittelüberwachung, bevor Sie Technik kaufen.

Weinbar mit kleiner Karte

Eine Weinbar mit kleiner Karte ist rechtlich ein Gaststättenbetrieb mit Alkoholausschank, braucht also die Gaststättenerlaubnis. Die Speisen bleiben kalt: Antipasti, Crostini, Käse mit Konfitüre. Wer zusätzlich Flaschen und Feinkost zum Mitnehmen verkauft, findet Ideen unter Vinothek: was neben Wein verkaufen.

Bistrotisch mit Antipasti-Teller, Oliven, Grillgericht und Wein

Wie berechnen Sie den Food Cost pro Portion?

Der Food Cost pro Portion ist die Summe der Zutatenkosten eines Tellers. Ins Verhältnis zum Nettoverkaufspreis gesetzt ergibt er die Wareneinsatzquote. So gehen Sie vor:

  1. Portionen pro Glas bestimmen: Füllmenge ÷ Portionsgröße.
  2. Kosten pro Portion: Einkaufspreis des Glases ÷ Portionen, plus alle anderen Zutaten des Tellers.
  3. Nettopreis ermitteln: Speisen werden in der Gastronomie seit dem 1. Januar 2026 dauerhaft mit 7 % Umsatzsteuer besteuert, Getränke vor Ort mit 19 % (IHK Frankfurt am Main). Kartenpreis eines Gerichts ÷ 1,07 = Nettopreis.
  4. Quote berechnen: Kosten pro Portion ÷ Nettopreis × 100. Den Zielwert legen Sie mit Ihrer Steuerberatung fest.
GlasAngenommene PortionPortionen pro Glas
Gemüse in Öl, 500 g40 g pro Antipasti-Tellerca. 12
Gemüse in Öl, 200 g40 g5
Herzhafte Creme, 200 g20 g pro Crostino-Portion10
Sugo, 270 g90 g pro Pastateller3
Konfitüre, 580 g25 g zum Käseca. 23

Die Portionsgrößen sind Annahmen; wiegen Sie Ihre echten Portionen eine Woche lang nach. Erst dann stimmt die Kalkulation.

Wie planen Sie Einkauf und Lagerbestand?

Bei einer kleinen Karte entscheidet die Lagerplanung über den Gewinn, weil jedes weggeworfene Glas direkt den Wareneinsatz erhöht. Drei Regeln helfen:

  • Glasgröße nach Verbrauch wählen: Ein angebrochenes Glas Gemüse in Öl verbrauchen Sie bei Minnelea gekühlt innerhalb von 7 Tagen, einen Sugo innerhalb von 4 bis 5 Tagen. Ein 500-g-Glas mit rund 12 Antipasti-Portionen lohnt sich also, wenn Sie diese Portionen in einer Woche verkaufen. Sonst greifen Sie zum kleineren Glas.
  • Meldebestand festlegen: Notieren Sie für jedes Produkt, bei wie vielen Gläsern Sie nachbestellen. Grundlage ist Ihr Wochenverbrauch plus die Lieferzeit Ihres Lieferanten.
  • First in, first out: Neue Ware nach hinten, ältere nach vorn; Öffnungsdatum auf jedes angebrochene Glas.

Geschlossene Gläser mit langer Haltbarkeit lagern Sie trocken, kühl und dunkel; mehr dazu unter Konserven richtig lagern. Ob Sie besser beim Großhandel oder direkt beim Erzeuger einkaufen, vergleicht der Beitrag Lebensmittel für die Gastronomie: Großhandel oder Erzeuger.

Was Minnelea für Bistros liefert

Minnelea ist ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb aus Süditalien. Wir stellen in kleinen Chargen her, schonend unter Vakuum gegart und ohne Konservierungsstoffe. Für eine kleine Bistrokarte sind diese Produkte gedacht:

  • Antipasti im Glas in nativem Olivenöl extra: getrocknete Tomaten, Auberginen in Filets (vegan), Paprika mit Oregano. Gastronomiegläser zu 500 g, im Handel 200 g. Wir verwenden Olivenöl der laufenden Ernte; auch das Säuern erfolgt unter Vakuum, damit das Gemüse knackiger bleibt und weniger Essig nötig ist. Antipasti im Glas für Gastronomie
  • Sughi, 270 g: Basilikum, Arrabbiata, getrocknete Tomaten. Unser Basilikum-Sugo erhielt 2026 einen WineHunter Award Gold. Italienische Saucen im Großhandel
  • Herzhafte Cremes, 200 g: Kürbiscreme mit Olivenöl, Paté aus getrockneten Tomaten, für Crostini und Bruschette. Cremes ansehen
  • Konfitüren extra, 580 g: etwa Feige oder Aprikose zum Käse. Konfitüren im Großhandel

Mindestbestellung für die Gastronomie sind 12 Gläser, ein Karton enthält 6 Gläser einer Sorte. Wir liefern nach Deutschland und Österreich: ein Werktag Vorbereitung, dann etwa fünf Werktage Versand. Planen Sie diese Zeit in Ihren Meldebestand ein.

Preisliste und Musterkiste anfragen

Häufige Fragen

Brauche ich für ein Bistro eine Gaststättenerlaubnis?

Ja, sobald Sie alkoholische Getränke ausschenken. Für ein Bistro nur mit alkoholfreien Getränken und Speisen ist in vielen Bundesländern keine Erlaubnis nötig, wohl aber Gewerbeanmeldung, Registrierung bei der Lebensmittelüberwachung und Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland, deshalb beim Ordnungsamt nachfragen.

Was kostet die Gaststättenerlaubnis?

Das legt jede Behörde selbst fest. In Berlin liegt die Gebühr für eine unbefristete Erlaubnis je nach Aufwand zwischen 100 und 1.500 Euro. Dazu kommen Führungszeugnis und Auszug aus dem Gewerbezentralregister für je 13 Euro sowie die Gebühr für die IHK-Unterrichtung, wo sie verlangt wird.

Kann ich ein Bistro ohne Küche eröffnen?

Ja, mit einer Karte aus kalten Tellern, Crostini und einem warmen Gericht, das nur erwärmt oder kurz gekocht wird. Die Räume müssen trotzdem die hygienischen Anforderungen erfüllen, etwa Handwaschbecken, Kühlung und Spülbereich. Ob für ein Kochfeld eine Abluft nötig ist, klären Sie vorab mit Bauaufsicht und Lebensmittelüberwachung.

Wie viele Gerichte sollte eine kleine Bistrokarte haben?

Sechs bis zehn Positionen reichen, wenn sie sich Komponenten teilen. Dasselbe Gemüse in Öl trägt den Antipasti-Teller und den Salat, dieselbe Creme die Crostini und das Sandwich. So bleibt der Lagerbestand klein und der Verlust gering.

Wie lange halten angebrochene Gläser im Bistro?

Das gibt der Hersteller auf dem Etikett an. Bei Minnelea gilt nach dem Öffnen: Gemüse in Öl und Cremes gekühlt innerhalb von 7 Tagen, Sughi innerhalb von 4 bis 5 Tagen verbrauchen. Öffnungsdatum notieren und nur mit sauberem Besteck entnehmen.

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Zutaten aus Süditalien

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