Aprikose: Saison, Auswahl und Verwendung – frisch und als Konfitüre
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Der häufigste Fehler bei Aprikosen: Man kauft sie noch hart und hofft, dass sie zu Hause nachreifen. Sie werden zwar weicher, aber nicht süßer – anders als andere Früchte entwickelt die Aprikose ihre Süße vor allem am Baum. Deshalb bleiben unreif geerntete Früchte oft mehlig und ohne Aroma.
Wann ist Saison?
In Italien von Ende Mai bis Anfang August, mit dem Höhepunkt im Juni und Juli: zuerst die frühen Sorten aus dem Süden, dann die späten aus Mittel- und Norditalien. Außerhalb dieser Zeit gibt es fast nur importierte oder getrocknete Aprikosen.
Die Auswahl: 4 Anzeichen
- Kräftiges Orange, manchmal mit einer rötlichen Seite; keine grünen Stellen am Stiel.
- Intensiver Duft, schon aus einiger Entfernung.
- Konsistenz: Sie geben unter dem Finger leicht nach, ohne weich zu sein.
- Unversehrte Schale, ohne Druckstellen.
Lagerung
Reife Früchte im Kühlschrank, 2–3 Tage; noch feste bei Zimmertemperatur in einer Papiertüte, einen Tag lang. Halbiert und entsteint lassen sie sich gut einfrieren, für Kuchen und Kompott.
So verwendest du sie in der Küche
- Frisch: mit Joghurt und Mandeln oder mit frischem Ziegenkäse.
- Aus dem Ofen: halbiert, mit etwas Zucker und einem Thymianzweig, 15–20 Minuten bei 180 °C.
- In Süßem: in der Crostata, in Obstkuchen und zum Glasieren von Torten (in der Konditorei heißt das „Aprikotieren“).
- In herzhaften Gerichten: zu Schweine- oder Entenbraten.
Die Aprikosenkonfitüre
Außerhalb der Saison bekommst du den Geschmack der Aprikose am besten über eine Konfitüre mit viel Frucht. Unsere wird aus reif geernteten Aprikosen, Rohrzucker und Zitronensaft gemacht: 70 % Fruchtanteil, 130 g Aprikosen auf 100 g Konfitüre, ohne Pektin, im Vakuum bei niedriger Temperatur gekocht. Glas zu 212 g; nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 7 Tagen verbrauchen.
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Ein Klassiker, um sie zu verwenden: die Crostata mit Aprikosenkonfitüre.
Häufige Fragen
Reifen Aprikosen außerhalb des Kühlschranks nach?
Sie werden weicher und duftender, aber nicht süßer. Am besten kaufst du sie schon reif.
Was ist der Unterschied zwischen Marmelade und Konfitüre?
Nach EU-Recht darf nur ein Aufstrich aus Zitrusfrüchten „Marmelade“ heißen; bei Aprikosen spricht man von Konfitüre. Im Alltag sagt man in Deutschland trotzdem zu allen Sorten „Marmelade“.
Aprikose und Armellina – ist das dasselbe?
Die Armellina ist der Samen im Stein der Aprikose, der Aprikosenkern, der in der Konditorei wegen seines leicht bitteren Mandelgeschmacks verwendet wird. Die Frucht ist sie nicht.
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