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Angeschnittener Marmeladenkuchen aus der Springform mit Puderzucker, im Anschnitt Streifen aus Waldbeerenmarmelade, daneben ein Glas Aprikosenmarmelade

Marmeladenkuchen: saftig aus der Springform — plus Streuselkuchen vom Blech und Omas Gitterkuchen

Der häufigste Fehler beim Marmeladenkuchen passiert nicht beim Teig, sondern beim Glas: zu viel Marmelade, zu nah am Rand, und am besten gleich untergerührt. Dann verschwindet der Geschmack im Teig, und was am Rand liegt, klebt dunkel an der Form. Mit drei Regeln bleibt die Marmelade als Streifen im Kuchen sichtbar und schmeckt nach Frucht: glatt rühren, in zwei dünnen Lagen verteilen, zwei Zentimeter Abstand zum Rand.

Hier ist das Rezept für die Springform, danach die zwei Klassiker, nach denen am häufigsten gefragt wird: Streuselkuchen mit Marmelade vom Blech und Omas Gitterkuchen aus Mürbeteig.

Marmeladenkuchen aus der Springform: die Zutaten (26 cm, 12 Stücke)

  • 200 g weiche Butter, dazu etwas für die Form
  • 180 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
  • 4 Eier (Größe M), zimmerwarm
  • 300 g Weizenmehl (Type 405)
  • 2 TL Backpulver (etwa 8 g)
  • 150 g Naturjoghurt (griechischer Joghurt macht den Kuchen noch saftiger)
  • 200 g Marmelade, zum Beispiel Aprikose oder Waldbeere – ein Glas zu 212 g reicht
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung in 6 Schritten (175 °C, 45–50 Minuten)

  1. Vorbereiten. Den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (155 °C Umluft). Den Boden der Springform mit Backpapier belegen, den Rand fetten.
  2. Butter aufschlagen. Butter, Zucker, Salz und Zitronenschale mit dem Handrührgerät 4–5 Minuten hell und cremig schlagen.
  3. Eier einzeln einrühren. Jedes Ei etwa eine halbe Minute unterrühren, bevor das nächste kommt.
  4. Mehl und Joghurt. Mehl und Backpulver mischen und im Wechsel mit dem Joghurt kurz unterrühren – nur so lange, bis kein Mehl mehr zu sehen ist.
  5. Schichten. Die Marmelade in einer Schüssel glatt rühren. Die Hälfte des Teigs in die Form streichen, 100 g Marmelade als Kleckse daraufsetzen, dabei 2 cm Abstand zum Rand lassen. Den restlichen Teig darauf verteilen, die übrigen 100 g Marmelade in Klecksen obenauf setzen und mit einer Gabel in einigen Schleifen durch die oberen zwei Zentimeter ziehen. Nicht umrühren.
  6. Backen. 45–50 Minuten backen. Die Stäbchenprobe an einer Stelle ohne Marmelade machen, sonst täuscht sie. Zehn Minuten in der Form abkühlen lassen, dann den Rand lösen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Warum die Marmelade nicht untergehen soll

Marmelade ist dichter als der luftig aufgeschlagene Rührteig. Große Kleckse sinken beim Backen ab und bilden am Boden eine klebrige Schicht; direkt am Rand wird sie an der heißen Form zu dunkel. Dünne Lagen und der Abstand zum Rand verhindern beides. Eine Marmelade mit viel Frucht hilft zusätzlich: Im Ofen verdunstet Wasser, der Geschmack konzentriert sich – wenn vor allem Zucker im Glas ist, schmeckt der Kuchen hinterher auch nur süß.

Unsere Marmeladen enthalten kein zugesetztes Pektin und sind deshalb etwas weicher als Marmelade mit Gelierzucker. Für diesen Kuchen ist das kein Nachteil, solange du die Menge einhältst und sie vorher glatt rührst. Welche Sorte zu welchem Gebäck passt, steht ausführlich auf unserer Seite Marmelade zum Backen.

Die ehrliche Rechnung: wie viel Marmelade für welchen Kuchen?

Kuchen Menge Marmelade Gläser zu 212 g
Marmeladenkuchen, Springform 26 cm 200 g 1
Omas Gitterkuchen, Tarteform 26 cm 300 g 1½
Streuselkuchen vom Blech 500 g 2½

Ein Glas Aprikosen-Konfitüre kostet bei uns 7,90 €, das sind bei zwölf Stücken rund 65 Cent Marmelade pro Stück. Mit einem günstigen Supermarktglas wird der Kuchen billiger. Der Unterschied liegt im Fruchtanteil, der auf jedem Etikett steht: In unserer Aprikosen-Konfitüre sind es 70 % Frucht, in der Waldbeeren-Konfitüre 75 %, für 100 g Konfitüre werden 130 g Frucht eingekocht. Wer mehrere Kuchen plant oder zwei Sorten mischen will, nimmt das Back-Set mit vier Gläsern: Feige, Erdbeere, Aprikose und Waldbeere.

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Streuselkuchen mit Marmelade vom Blech (20 Stücke, 180 °C, 30–35 Minuten)

Für ein tiefes Backblech (etwa 40 × 30 cm):

  • Teig: 250 g weiche Butter, 200 g Zucker, 4 Eier, 350 g Mehl, 3 TL Backpulver, 100 ml Milch
  • Belag: 500 g Marmelade, glatt gerührt
  • Streusel: 300 g Mehl, 200 g kalte Butter in Würfeln, 130 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz
  1. Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, das Blech mit Backpapier auslegen.
  2. Für die Streusel alle Zutaten mit den Fingern zu groben Krümeln reiben und bis zur Verwendung kalt stellen.
  3. Butter und Zucker cremig schlagen, Eier einzeln einrühren, Mehl mit Backpulver im Wechsel mit der Milch unterrühren. Den Teig auf dem Blech glatt streichen.
  4. Die Marmelade mit einem Löffelrücken dünn auf dem Teig verstreichen, einen Rand von 1 cm frei lassen. Die Streusel gleichmäßig darüberstreuen.
  5. 30–35 Minuten backen, bis die Streusel goldgelb sind. Auf dem Blech abkühlen lassen.

Mit zwei Sorten sieht er besonders gut aus: die eine Hälfte des Blechs mit Aprikose, die andere mit Waldbeere.

Omas Marmeladenkuchen mit Gitter (Tarteform 26 cm, 180 °C, 35–40 Minuten)

Was in vielen Familien „Omas Marmeladenkuchen“ heißt, ist in Italien die Crostata: Mürbeteig, eine dicke Schicht Marmelade, darüber ein Gitter aus Teigstreifen.

  • 300 g Mehl, 150 g kalte Butter, 100 g Zucker, 1 Ei und 1 Eigelb, abgeriebene Schale von ½ unbehandelten Zitrone, 1 Prise Salz
  • 300 g Marmelade
  1. Mehl, Butter, Zucker, Zitronenschale und Salz zu Krümeln reiben, Ei und Eigelb dazugeben und rasch zu einem glatten Teig kneten. In Folie gewickelt mindestens 30 Minuten kalt stellen.
  2. Zwei Drittel des Teigs ausrollen und die gefettete Form damit auslegen, einen Rand von etwa 2 cm hochdrücken. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
  3. Die Marmelade glatt rühren und gleichmäßig verteilen. Den restlichen Teig ausrollen, in 1,5 cm breite Streifen schneiden und als Gitter auflegen.
  4. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 35–40 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist. Ganz abkühlen lassen, erst dann wird die Marmelade wieder fest.

Welche Marmelade für welchen Kuchen?

  • Aprikose: der Allrounder für Rührkuchen, Streuselkuchen und Crostata, hat genug Säure gegen den süßen Teig.
  • Waldbeere: dunkle Streifen im hellen Teig, fruchtig-säuerlich – ideal für den Swirl in der Springform.
  • Erdbeere: für Kinder und für den Gitterkuchen; etwas süßer, deshalb gern mit Zitronenschale im Teig.
  • Feige: mit Vanillenote, passt zu Mürbeteig und zu einem Teig mit gemahlenen Mandeln.

Weitere Backideen mit einem Glas: Muffins mit Marmeladenkern, Weihnachtsplätzchen mit Marmelade und der saftige Zitronenkuchen. Alle Sorten findest du in unserer Kollektion Konfitüren.

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Häufige Fragen

Kann man Marmelade in den Kuchenteig geben?

Ja, aber nicht untergerührt: Dann färbt sie den Teig und macht ihn schwer, der Fruchtgeschmack geht verloren. Besser in zwei Lagen als Kleckse einsetzen und nur oben mit der Gabel durchziehen.

Wie bleibt der Marmeladenkuchen saftig?

Mit Joghurt im Teig, nicht zu lange rühren, sobald das Mehl drin ist, und nicht zu lange backen. Die Stäbchenprobe an einer Stelle ohne Marmelade machen.

Kann ich angebrochene Marmelade verwerten?

Ja, dafür ist dieser Kuchen ideal. Eine geöffnete Marmelade ohne Konservierungsstoffe gehört in den Kühlschrank und sollte innerhalb von 7 Tagen verbraucht werden – ein Kuchen ist der beste Weg dafür. Gemischte Reste verschiedener Sorten funktionieren auch.

Wie lange hält der Kuchen?

Gut abgedeckt bei Zimmertemperatur 2–3 Tage. Er lässt sich auch in Stücken einfrieren.

Geht der Kuchen auch als Kastenkuchen?

Ja, in einer Kastenform von 30 cm. Weil der Teig höher steht, braucht er etwa 55–60 Minuten; nach 40 Minuten mit Backpapier abdecken, wenn er oben zu dunkel wird.

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