Weihnachtsplätzchen mit Konfitüre: Ein Teig, vier Klassiker
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Die schönsten Weihnachtsplätzchen sind fast alle dasselbe Gebäck: Mürbeteig, ausgestochen, mit Konfitüre zusammengesetzt. Was sie unterscheidet, ist die Form und der Name — Linzer Augen im Süden, Spitzbuben in der Schweiz, Husarenkrapfen in Österreich, Hildabrötchen in Baden. Ein Teig, vier Klassiker, und eine Zutat, die über Erfolg oder Enttäuschung entscheidet: die Konfitüre.
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Für die Füllung
Konfitüren extra mit viel FruchtDicht und fruchtig — genau das, was zwischen zwei Plätzchen hält.
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Der Grundteig — 3 : 2 : 1
Die Mürbeteig-Regel, die man nie wieder nachschlagen muss: 300 g Mehl, 200 g kalte Butter, 100 g Zucker. Dazu 1 Eigelb, eine Prise Salz, etwas Vanille. Für die feineren Varianten ersetzt man 50 g Mehl durch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse.
- Alles kalt und schnell verarbeiten. Butter in Würfeln mit Mehl, Zucker und Salz zwischen den Fingern zu Streuseln reiben, Eigelb dazu, rasch zum Teig zusammendrücken. Nicht kneten — Mürbeteig soll mürbe bleiben, nicht elastisch werden.
- Mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank, flach gedrückt in Folie. Warmer Teig klebt und verliert beim Ausstechen die Form.
- 3 mm dünn ausrollen, zwischen zwei Lagen Backpapier — dann braucht man kein zusätzliches Mehl, das den Teig zäh macht.
- 10–12 Minuten bei 170 °C, bis die Ränder gerade goldig werden. Plätzchen backen nach: aus dem Ofen sehen sie immer zu hell aus.
- Vollständig auskühlen lassen, dann füllen. Warm zusammengesetzt weicht der Boden durch.
Die vier Klassiker aus diesem Teig
- Linzer Augen: runde Böden, Oberteile mit drei kleinen Löchern. Teig mit gemahlenen Mandeln und einer Prise Zimt.
- Spitzbuben: dasselbe Prinzip mit einem großen runden Loch. Oberteil vor dem Zusammensetzen mit Puderzucker bestäuben — danach wird der Puderzucker von der Konfitüre feucht.
- Husarenkrapfen: kleine Kugeln, mit dem Finger eine Mulde eindrücken, Konfitüre erst nach dem Backen einfüllen. So bleibt sie glänzend statt karamellisiert.
- Hildabrötchen: die badische Variante mit Zitronenabrieb im Teig — dazu passt Zitronen- oder Aprikosenkonfitüre.
Welche Konfitüre hält — und welche nicht
Hier scheitern die meisten. Dünnflüssige Gelees und wasserreiche Marmeladen laufen aus, weichen den Boden auf und kleben die Plätzchen in der Dose zusammen. Was man braucht, ist eine dichte Konfitüre mit hohem Fruchtanteil.
Klassisch ist Johannisbeere (die Säure balanciert den süßen Teig) oder Aprikose. Beide funktionieren auch farblich: Sie leuchten im Fenster des Plätzchens. Wer etwas Eigenes will, nimmt Feigenkonfitüre — dunkel, dicht und ungewöhnlich.
Der Profi-Trick: Konfitüre vor dem Füllen kurz aufkochen und wieder abkühlen lassen. Sie wird dichter und klebt besser. Und immer nur einen halben Teelöffel — mehr quillt an den Seiten heraus.
Aufbewahren und verschenken
Gefüllte Plätzchen halten in einer Blechdose 2–3 Wochen und werden nach ein paar Tagen sogar besser: Der Teig zieht Feuchtigkeit aus der Konfitüre und wird zarter. Lagen mit Backpapier trennen. Ungefüllte Böden halten Monate — wer früh backen will, backt sie im November und füllt im Dezember.
Als Geschenk funktionieren sie am besten zusammen mit dem Glas, aus dem sie gefüllt wurden: ein paar Plätzchen in Pergament, daneben die Konfitüre. Ideen für die Zusammenstellung stehen in unserem Guide Geschenkkorb selber machen.
Häufige Fragen
Warum werden meine Plätzchen hart?
Zu lange geknetet oder zu lange gebacken. Mürbeteig verträgt beides nicht.
Kann ich den Teig einfrieren?
Ja, roh 3 Monate. Über Nacht im Kühlschrank auftauen, dann normal ausrollen.
Muss ich die Konfitüre passieren?
Bei stückigen Konfitüren lohnt es sich für ein sauberes Fenster — durch ein grobes Sieb streichen reicht.
Wie viele Plätzchen ergibt der Teig?
Etwa 40 gefüllte Doppelplätzchen bei 5 cm Durchmesser.
Die Füllung entscheidet: unsere Konfitüren extra sind dicht gekocht und fruchtig — genau richtig zwischen zwei Plätzchen. Wer lieber selbst einkocht: Marmelade selber machen.
