Pizza Bizza und Focaccia: So verwendest du das Tomaten-Paté anstelle von Tomatensauce
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Pizza Bianca, Focaccia und die römische Pinsa gehören zu den beliebtesten Hefeteigen Italiens. Was sie vereint: Ihr Boden kommt ganz ohne Tomatauce aus. Genau diese „Neutralität“ macht sie zur perfekten Leinwand für kreative Toppings – und ein Tomaten-Paté ist eine der besten Ideen dafür.
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Das Tomaten-Paté ersetzt frische Tomatensauce mit einem konzentrierteren, süßeren, „getrockneten“ Geschmack. Es eignet sich besonders, wer Tomatenaroma will, aber nicht die Feuchtigkeit, die eine Sauce beim Backen freisetzt und den Boden oft aufweicht.
In diesem Artikel zeigen wir, wie du das Tomaten-Paté nutzt, um Pizza Bianca, Focaccia und Pinsa zu echten Charakter-Gerichten zu machen.
Warum das Paté eine echte Alternative zur frischen Tomate ist
Drei Gründe sprechen für den Wechsel:
Wenig Feuchtigkeit. Tomatensauce besteht zu großen Teilen aus Wasser, das beim Backen in den Teig zieht und ihn weich macht. Das Paté ist cremig, nicht flüssig – der Boden bleibt knusprig.
Konzentrierterer Geschmack. In getrockneten Tomaten sind Zucker, Säure und Aromen viel dichter gepackt. Eine kleine Menge Paté schmeckt intensiver als ein großer Klecks Sauce.
Sommer im Glas. Die Sonne des reifen Tomatoes bleibt im Paté erhalten – auch im tiefste Januar. So bringst du Juli an den Tisch, wann immer du willst.
Pizza Bianca mit Tomaten-Paté
Die Pizza Bianca, ob römisch oder neapolitanisch, kommt ohne Tomate aus und lässt sich auf viele Arten belegen. Mit dem Tomaten-Paté eröffnen sich neue Wege.
1. Pizza Bianca mit Paté, Büffelmozzarella und Basilikum
Eine „Margherita-Variante“ mit Paté statt Sauce. Die helle Pizza kurz backen, kurz vor Ende das Paté dünn aufstreichen, mit gut abgetropfter Büffelmozzarella belegen, noch 1–2 Minuten überbacken. Herausnehmen, frisches Basilikum, kaltgepresstes Olivenöl.
2. Pizza Bianca mit Paté, Rohschinken und Rucola
Pizza goldbraun fertig backen, sofort mit einer dünnen Schicht Tomaten-Paté bestreichen, Parmaschinken in „Nestern“ drapieren, eine großzügige Handvoll frische Rucola darüber, Parmesanspäne. Olivenöl träufeln – NIE wieder in den Ofen, sonst leidet der Schinken.
3. Pizza Bianca mit Paté, Burrata und Oliven
Pizza fertig backen, Paté dünn auftragen, Burrata halbieren und in die Mitte setzen, schwarze Taggiasca-Oliven verteilen, Flor de Sal, Olivenöl. Cremig und elegant.
Focaccia mit Tomaten-Paté
Focaccia – sei es die Barese oder die Ligure – liebt das Paté als aromatische Schicht.
4. Focaccia Barese mit Paté, Oliven und Oregano
Die klassische Barese trägt schon Kirschtomaten und Oliven. Alternative: Vor dem Backen das Paté auf den gegangenen Teig streichen, schwarze Oliven und frischer Oregano darüber. Bei 220 °C 18–20 Minuten backen. Goldene Kruste, luftige Krume, eingebettetes Tomatenaroma.
5. Focaccia Ligure mit Paté und geräucherter Mozzarella
Moderne Ligurien-Version: Genueser Teig (mit viel Olivenöl) mit Paté bestreichen, Würfel gerä烟头 Mozzarella darüber. 15–18 Minuten bei 220 °C.
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6. Focaccia mit Paté, Robiola und karamellisierten Birnen
Gourmet-Aperitif oder herbstlicher Brunch. Focaccia fertig backen, Paté in kleinen „Inseln“ aufsetzen, Robiola darüber streichen, kurz karamellisierte Williams-Birnenscheiben darauf. In Quadrate schneiden.
Pinsa Romana mit Tomaten-Paté
Die lange, knusprige Pinsa, 24–48 Stunden gereift, mag klare, konzentrierte Toppings.
7. Pinsa mit Paté, Büffelmozzarella und Sardellen
Pinsa fertig backen, Paté verstreichen, mit Büffelmozzarella belegen, Cantabrianische Sardellen in die Mitte setzen, frische Zitronenzeste, Olivenöl.
8. Pinsa mit Paté, Stracciatella und frischen Kirschtomaten
Pinsa fertig backen, dünn mit Paté bestreichen, Stracciatella darüber, bunte Kirschtomaten halbiert, Basilikum, Olivenöl, Flor de Sal.
Drei technische Regeln
Dünn aufstreichen. Das Paté ist konzentriert – zu viel erstickt alle anderen Aromen. Eine dünne, gleichmäßige Schicht genügt.
Zum richtigen Zeitpunkt. Bei Pizza Bianca und Pinsa: nach dem Backen, da das Paté bei 250 °C schnell anbrennt. Bei Focaccia: auch vor dem Backen erlaubt, denn 200–220 °C sind milder.
Frische Kontrapunkte setzen. Das Paté ist „gekocht“ und intensiv. Frische Elemente (Basilikum, Rucola, Kirschtomaten, Büffelmozzarella, Burrata) geben Leichtigkeit und Kontrast.
Passende Weine
Zu Pizza und Focaccia mit Tomaten-Paté passen strukturierte Weißweine (Greco di Tufo, Falanghina, Vermentino) und jugendliche Rotweine (junger Aglianico, trockener Lambrusco, Negroamaro).
Bei Varianten mit Schinken und kräftigen Käsen: Chianti Classico, Cerasuolo d’Abruzzo. Bei vegetarischen, „frischen“ Versionen (mit Burrata, Büffelmozzarella): Greco di Tufo oder Vermentino.
FAQ
Kann ich eine klassische neapolitanische Pizza mit Tomaten-Paté statt Sauce backen?
Technisch ja, aber eine echte Pizza Napoletana DOC verlangt nach Sauce. Es wäre also eine „Neapolitan-Style“-Pizza mit Paté, keine traditionelle.
Macht das Paté den Boden weniger nass?
Deutlich. Das Paté enthält viel weniger Wasser als Sauce, daher bleibt die Basis knuspriger.
Wie viel Paté für eine durchschnittliche Pizza?
2–3 Esslöffel für eine 28–30 cm Pizza, dünn verteilt.
Kann ich Teig mit Paté einfrieren?
Besser: Rohen Teig einfrieren und vor dem Backen belegen. Das Paté verändert nach dem Auftauen leicht seine Konsistenz.
Darf man Paté und Sauce auf derselben Pizza kombinieren?
Ja – ein Hauch Sauce plus ein paar „Inseln“ Paté verstärken das Aroma. In Gourmet-Pizzerien schon längst gängig.
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