Salate zum Grillen: 7 mediterrane Beilagen, die nicht nach Buffet schmecken
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Auf den meisten Grillbuffets stehen drei Schüsseln, und zwei davon sind am Ende noch halb voll. Der Grund ist selten der Salat selbst — es ist die Zusammenstellung: alles cremig, alles kalt, alles gleich. Diese sieben Beilagen kommen aus der italienischen Sommerküche und lösen drei Probleme auf einmal: Sie vertragen Wärme, man kann sie Stunden vorher machen, und keiner davon braucht Mayonnaise.
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Die Abkürzung im Glas
Eingelegtes Gemüse in OlivenölPaprika, Auberginen, Champignons — schon durchgezogen, sofort einsatzbereit.
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1. Gegrilltes Gemüse als Salat
Zucchini, Auberginen und Paprika in Scheiben, auf dem Rost gegrillt, danach lauwarm mit Olivenöl, Knoblauch, Petersilie und einem Spritzer Weißweinessig mariniert. Der Trick: marinieren, solange das Gemüse noch warm ist — dann zieht es die Marinade auf, statt sie abzuweisen. Hält im Kühlschrank drei Tage und wird jeden Tag besser. Die Marinaden-Varianten stehen ausführlich in unserem Guide zu Grillgemüse-Marinaden.
2. Panzanella — der Brotsalat
Altbackenes Weißbrot in Würfeln, reife Tomaten, rote Zwiebel, Basilikum, viel Olivenöl. Das Brot wird kurz in Wasser eingeweicht und ausgedrückt, bevor es dazukommt. Panzanella ist der einzige Salat der Liste, der besser wird, wenn er eine Stunde steht — der perfekte Kandidat fürs Vorbereiten.
3. Nudelsalat ohne Mayonnaise
Kurze Pasta, getrocknete Tomaten in Öl, Mozzarella, Oliven, Zitrone. Der Sattmacher der Runde, der auch Vegetarier durch den Abend bringt. Das komplette Rezept mit den drei häufigsten Fehlern: Nudelsalat ohne Mayonnaise.
4. Tomatensalat, aber richtig
Klingt banal, ist es nicht. Die Regel: Tomaten 15 Minuten vor dem Servieren salzen, nicht früher — Salz zieht Wasser, und zu früh gesalzene Tomaten schwimmen. Dazu nur Olivenöl, Basilikum und, wenn überhaupt, ein Hauch Oregano. Kein Essig: reife Tomaten haben genug eigene Säure.
5. Bohnensalat mit Thunfisch
Weiße Bohnen aus dem Glas, Thunfisch, rote Zwiebel in dünnen Ringen (10 Minuten in kaltem Wasser, dann sind sie mild), Petersilie, Olivenöl, Zitrone. Zwei Minuten Arbeit, und er steht drei Stunden in der Sonne, ohne Schaden zu nehmen.
6. Fenchel-Orangen-Salat
Fenchel hauchdünn gehobelt, Orangenfilets, schwarze Oliven, Olivenöl, etwas Fenchelgrün. Der Salat, der neben fettem Grillgut den Unterschied macht: Die Säure der Orange und die Frische des Fenchels schneiden durch Bratwurst und Nackensteak wie sonst nichts.
7. Caprese als Platte, nicht als Salat
Tomate, Mozzarella, Basilikum — aber flach auf einer Platte angerichtet statt in der Schüssel gewendet. So bleibt der Mozzarella heil und das Öl liegt oben, wo man es sieht. Erst kurz vor dem Servieren salzen.
Welcher Salat zu welchem Grillgut
- Zu fettem Fleisch (Nackensteak, Bratwurst, Bauch): Säure und Frische — Fenchel-Orange, Tomatensalat.
- Zu Fisch und Meeresfrüchten: Bohnensalat, gegrilltes Gemüse. Nichts, was den Fisch überstimmt.
- Zu Gemüse und Halloumi: Panzanella oder Nudelsalat — hier darf die Beilage sättigen.
Faustregel für die Menge: pro Person eine gute Handvoll von zwei verschiedenen Salaten. Drei Schüsseln reichen für zehn Leute — mehr Auswahl heißt nur mehr Reste.
Was man am Vortag machen kann
Fast alles. Gegrilltes Gemüse, Bohnensalat und die Basis des Nudelsalats gewinnen über Nacht. Was erst kurz vorher kommt: Salz auf Tomaten, frische Kräuter, Mozzarella und Brot. Wer die Grundlagen aus dem Glas nimmt — eingelegte Paprika, Auberginen, getrocknete Tomaten — hat einen kompletten Salat in fünf Minuten, ohne einen Grill anzuwerfen.
Die Basis für vier der sieben Salate steht bei uns im Glas: eingelegtes Gemüse in nativem Olivenöl extra, handwerklich im Cilento eingelegt. Und wenn es doch etwas Süßes zum Käse braucht: unsere Konfitüren.
