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Pasta Rezepte: 12 italienische Klassiker, die immer funktionieren

Pasta Rezepte: 12 italienische Klassiker, die immer funktionieren

Wer in Italien aufgewachsen ist, kennt das Geheimnis guter Pasta: Es sind nie viele Zutaten — es sind die richtigen. Die zwölf Rezepte in diesem Artikel stammen alle aus dem klassischen italienischen Repertoire, brauchen selten mehr als 30 Minuten und kommen mit dem aus, was eine gut sortierte Vorratskammer hergibt.

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Die goldene Regel zuerst: das Kochwasser

Bevor es zu den Rezepten geht, die eine Technik, die alle verbindet: Pasta wird in der Sauce fertig gegart, nie nur „mit Sauce serviert". Die Nudeln eine Minute vor Ende der Garzeit abgießen (eine Tasse Kochwasser aufheben!), in die Pfanne zur Sauce geben und mit einem Schuss Kochwasser eine Minute schwenken. Die Stärke im Wasser bindet die Sauce cremig an die Pasta. Dieser eine Handgriff verändert jedes der folgenden Gerichte.

Die 12 Klassiker

1. Spaghetti al Pomodoro. Der Maßstab, an dem sich alles misst: Tomatensoße, Basilikum, Parmigiano. Wie die Soße gelingt, steht ausführlich in unserem Tomatensoßen-Rezept. Mit einem guten eingemachten Sugo — etwa dem Sugo Cilentano, der in Süditalien aus Tomaten und nativem Olivenöl extra eingekocht wird — steht das Gericht in 12 Minuten auf dem Tisch.

Aus dem Ofen kommen die italienischen Auflauf-Klassiker.

2. Aglio, Olio e Peperoncino. Knoblauch in Olivenöl sanft anschwitzen, Chiliflocken, gekochte Spaghetti, Kochwasser, Petersilie. Das Mitternachtsgericht Italiens.

3. Penne all'Arrabbiata. Die „zornige" Pasta: Tomatensoße mit Knoblauch und ordentlich Peperoncino. Mit einem Sugo Piccante als Basis ist die Schärfe schon perfekt austariert.

4. Pasta alla Crema di Pomodori Secchi. Zwei Esslöffel Paté aus getrockneten Tomaten mit Kochwasser und einem Löffel Ricotta verrühren — eine intensive Sauce ganz ohne Kochen.

5. Cacio e Pepe. Pecorino, schwarzer Pfeffer, Kochwasser. Klingt simpel, verlangt aber Übung: Der Käse darf nie über 60 °C kommen, sonst klumpt er.

6. Pasta e Ceci. Kichererbsen, Rosmarin, eine Tasse kleine Pasta — der römische Eintopf-Klassiker für kalte Tage.

7. Spaghetti alla Puttanesca. Tomaten, Oliven, Kapern, Sardellen. Salzig, intensiv, in 20 Minuten fertig.

Dasselbe Prinzip steckt in unseren Sugos aus dem Cilento: Tomaten, natives Olivenöl extra, sonst fast nichts.

8. Tagliatelle al Pesto. Im Sommer mit frischem Basilikum-Pesto. Wichtig: Pesto nie erhitzen, nur abseits vom Herd unterheben.

9. Pasta alla Norma. Gebratene Auberginen, Tomatensoße, gesalzener Ricotta — Siziliens Beitrag zur Weltküche.

10. Linguine al Limone. Zitronenabrieb, Butter, Parmigiano, Kochwasser. Hell, frisch, überraschend cremig.

11. Orecchiette mit Cime di Rapa (oder Brokkoli). Das Gemüse direkt im Pastawasser mitkochen, mit Knoblauch, Öl und Sardellen anbraten.

12. Spaghetti alla Carbonara. Guanciale, Eigelb, Pecorino, Pfeffer. Keine Sahne — niemals. Die Cremigkeit kommt vom Eigelb und Kochwasser.

Welche Pasta zu welcher Sauce?

Eine kurze Orientierung, wie Italiener kombinieren:

  • Lange, glatte Pasta (Spaghetti, Linguine): Öl-basierte und glatte Tomatensaucen
  • Kurze Röhren mit Rillen (Penne rigate, Rigatoni): stückige Saucen, Arrabbiata, Norma
  • Gedrehte Formen (Fusilli, Trofie): Pesto und cremige Saucen, die in den Windungen haften
  • Eierpasta (Tagliatelle, Pappardelle): Butter, Ragù, reichhaltige Saucen

Die Vorratskammer entscheidet

Der Unterschied zwischen „schnell gekocht" und „schnell und gut gekocht" liegt im Regal: ein eingemachter Sugo aus echten Tomaten, ein Glas Paté aus getrockneten Tomaten, gutes Olivenöl, Parmigiano am Stück. Mit dieser Grundausstattung sind acht der zwölf Rezepte oben jederzeit möglich — ohne Einkauf, ohne Plan, in unter 20 Minuten. Genau dieses Prinzip der italienischen dispensa ist der Grund, warum wir unsere Sugos in kleinen Chargen einkochen: Sie sind die Abkürzung, die nicht nach Abkürzung schmeckt.

Häufige Fragen

Wie viel Pasta pro Person? In Italien gilt: 80–100 g Trockenpasta pro Person als Hauptgericht, 60 g als erster Gang.

Muss Öl ins Kochwasser? Nein. Öl schwimmt oben und verhindert später, dass die Sauce an der Pasta haftet. Was wirklich zählt: viel Wasser (1 l pro 100 g Pasta) und großzügig Salz (10 g pro Liter).

Welche Pasta-Rezepte eignen sich zum Vorbereiten? Eintopf-Pasta wie Pasta e Ceci gewinnt sogar über Nacht. Klassische Pfannengerichte schmecken frisch am besten — dank Vorratskammer-Saucen ist „frisch" aber ohnehin nur eine Viertelstunde entfernt.

Aus derselben Ecke Italiens: Spezialitäten aus Kampanien, in kleinen Chargen produziert.

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