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Spaghetti all'Assassina: das Rezept der 'Mörder-Spaghetti' aus Bari

Spaghetti all'Assassina: das Rezept der 'Mörder-Spaghetti' aus Bari

Es gibt genau ein italienisches Pastagericht, bei dem „verbrannt" ein Kompliment ist: Spaghetti all'Assassina. Die „Mörder-Spaghetti" aus Bari brechen alle Regeln — die Pasta wird roh in die Pfanne gelegt, in Tomatensugo wie ein Risotto gegart und absichtlich angeröstet, bis sie knusprige, dunkle Stellen hat. Das Ergebnis: außen geröstet, innen al dente, scharf, intensiv, süchtig machend. Seit das Gericht vor einigen Jahren viral ging, pilgern Foodies nach Bari. Hier ist das Original für zu Hause.

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Die Geschichte (kurz)

Bari, 1967, Trattoria-Legende: Ein Koch serviert Spaghetti, die in der eisernen Pfanne zu lange im scharfen Sugo blieben — der Gast ruft halb empört, halb begeistert „Assassino!" („Mörder!"). Das Missgeschick wird Methode, die Methode Kult. Heute wacht in Bari eine eigene „Accademia dell'Assassina" über das Original.

Das Rezept (2 Portionen — Assassina kocht man klein)

Zutaten:

  • 250 g Spaghetti (dickere Sorte, Nr. 5–7, Bronzeform hält besser)
  • 700 ml Tomatensugo, mit Wasser zu einer „Brühe" verlängert (siehe unten)
  • 100 g Tomatensugo extra für die Pfanne
  • 4 EL Olivenöl, 2 Knoblauchzehen, ordentlich Peperoncino
  • Pfanne: Eisen oder Gusseisen. Beschichtete Pfannen funktionieren zur Not, rösten aber schwächer.

Der Trick — die Tomaten-Brühe: 400 g Sugo mit 500 ml heißem Wasser verrühren und warm halten. Sie ersetzt das Kochwasser: Die Pasta gart komplett in Tomate. Mit einem fertigen Sugo Piccante ist die Brühe in zwei Minuten angerührt und bringt die Schärfe gleich mit; die mildere Basis liefert der Sugo Cilentano plus eigene Chiliflocken.

Zubereitung:

  1. Öl, Knoblauch und Peperoncino in der Pfanne erhitzen, 100 g Sugo dazu, kurz einkochen.
  2. Die rohen Spaghetti fächerförmig in die Pfanne legen — ungebrochen, sie weichen ein.
  3. Nicht rühren. 3–4 Minuten rösten lassen, bis die Unterseite knistert und dunkle Röststellen hat.
  4. Eine Kelle Tomaten-Brühe angießen — es zischt dramatisch, das gehört dazu. Verteilen, wieder rösten lassen.
  5. Wie ein Risotto fortfahren: Kelle für Kelle, dazwischen immer rösten lassen, wenden statt rühren (Pfannenwender, beherzt). Gesamtzeit 15–18 Minuten.
  6. Fertig, wenn die Spaghetti al dente sind und überall dunkle, karamellisierte Tomaten-Krusten haben. Sofort aus der Pfanne essen — Teller sind in Bari Verhandlungssache.

Wer den Aufwand nicht hat: Bei uns kannst du fertigen italienischen Tomatensugo kaufen — im Cilento gekocht, in kleinen Chargen, ohne Konservierungsstoffe.

Die 4 Todsünden der Assassina

  1. Vorgekochte Pasta. Die rohe Pasta saugt den Sugo auf — das ist das ganze Gericht.
  2. Rühren wie bei Risotto. Gerührt wird nie, gewendet selten: Krusten brauchen Ruhe.
  3. Angst vor der Röstung. Hellrot und weich ist keine Assassina. Mut zur dunklen Stelle — bruciacchiato, angekokelt, ist das Ziel.
  4. Zu wenig Schärfe. Bari verhandelt nicht. Wer mild isst, kocht ein anderes (auch gutes) Gericht.

Häufige Fragen

Ist das nicht einfach verbrannte Pasta? Nein — es ist kontrollierte Maillard-Röstung von Stärke und Tomatenzucker, dieselbe Chemie wie bei Brotkruste oder gerösteter Pizza-Unterseite. Bitter wird es erst, wenn wirklich Schwarz dominiert.

Geht Assassina mit beschichteter Pfanne? Sie wird ordentlich, aber nicht großartig — die Beschichtung verhindert die intensivsten Krusten. Wer das Gericht liebt, hat einen Grund für die Eisenpfanne gefunden.

Kann man Assassina für 4+ Personen kochen? Schwierig: Die Pfanne braucht Fläche pro Spaghetti-Schicht. Lieber zweimal hintereinander kochen — oder Gäste einladen, die gern in der Küche stehen. Für unkompliziertere Klassiker: unsere Spaghetti-Rezepte.

Mehr aus unserer Produktion findest du in der Übersicht italienische Feinkost — direkt vom Erzeuger aus dem Cilento.

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